Kerzen

Nachruf Pastor i.R. Meinhof

Zum Heimgang von Pastor i.R. Friedrich Karl – Meinhof

Am 26.Januar wurde Friedrich-Karl Meinhof als jüngstes von sieben Geschwistern in Ducherow geboren. Sein Aufwachsen im Pfarrhaus, in der Gemeinschaft der großen Familie, hat ihn zeitlebens geprägt. Eine wichtige Rolle spielte seine Mutter dabei, deren Tagebücher später von einer ihrer Enkelinnen veröffentlicht wurden.

Von der Schulbank weg musste er als Soldat noch die letzte Phase des 2.Weltkrieges erleben, dann folgte das Theologiestudium im Westen Deutschlands.

Er gehörte zu den jungen Pastoren, die nach ihrem Studium dem Ruf in den Osten, in die Kirche der gerade entstandenen DDR, folgten.

Nach einigen Jahren in der Pfarrstelle in Sagard auf Rügen, ging er nach Putbus, wo er bis zu seinem Ruhestand das Pfarramt versah. Und auch in seinem Ruhestand blieb er in „Reichweite“ in seinem Haus in Kasnevitz. „Reichweite“ – das war für Bruder Meinhof eine Selbstverständlichkeit, die gerne von unseren Gemeinden und Pastoren genutzt wurde.Viele, viele Vertretungsdienste in Gottesdiensten und Bibelwochen füllten einen großen Teil seines Lebens bis ins hohe Alter hinein.

Seine Familie, seine Frau und seine vier Kinder, waren für ihn dabei eine große Unterstützung. So war es sehr schmerzhaft, als er seine Frau Helga, die an den Folgen einer Operation gestorben war, hergeben musste.

Gott schenkte ihm später dann noch einmal neu das Glück einer Beziehung, als er seine zweite Frau, Astrid, kennen- und lieben lernen durfte.

Was hat Friedrich-Karl Meinhof als Pastor geprägt? Für uns wird er in Erinnerung bleiben als ein Pastor, der treu und unermüdlich die Menschen besuchte. Einer, dem es eine Herzensaufgabe war, das Evangelium zu sagen „zur Zeit und zur Unzeit“, einer, der sich redlich um theologische Arbeit mühte und sich dabei ein kindlich-vertrauensvolles Herz bewahrte. Er wusste sich getragen von unserem Herrn Jesus Christus. Dabei war es für ihn immer ein Anliegen, in der Gemeinschaft der Brüder und Schwestern seinen Glauben zu leben. Wir wissen ihn heute dankbar geborgen in Seinen Händen.

Pröpstin i.R. Ruch & Pastor i.R. von Schöning