St. Jacobs-Kirche zu KasnevitzDie St. Jacobs-Kirche zu Kasnevitz

Weithin grüßt der schlanke mit einer massiven Spitze aufgeführte Turm der Kasnevitzer St. Jacobs-Kirche. Dieser Turm soll zwei Vorgänger gehabt haben.

Nachdem in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts Chor und Sakristei der Kirche gebaut und wenig später das Langhaus angefügt worden war, muß es noch zur mittelalterlichen Zeit zum Bau eines Kirchturms gekommen sein. Der Chronist erwähnt einen Turm, der angeblich in Ziegeln errichtet und mit Kupfer eingedeckt war. Er soll am 1. Adventssonntag des Jahres 1641 eingestürzt sein. "Die unbeschädigt gebliebenen Glocken wurden darauf in einer unweit der Kirche stehenden Eiche aufgehängt ... . Ein neuer Glockenturm wurde im Jahre 1768 und der jetzige Kirchturm im Jahre 1864 erbaut." (Haas).

Auf 4.256 Reichstaler beliefen sich die Gesamtkosten des neuen Turms. Außerdem schenkte der Patron der Kirche, das Haus Putbus, 20.000 Mauersteine. Die Bauarbeiten wurden von einheimischen, fast ausschließlich in Putbus ansässigen Handwerksmeister übernommen.

St. Jacobs-Kirche zu Kasnevitz (Innenansicht)Auffällig am Langhaus der Kirche sind die hohen Spitzbogenfenster. Im Inneren ist die Kirche verputzt und wurde in den Jahren 1990/91 neu ausgemalt. Die Kanzel befand sich ursprünglich direkt auf dem Altar. 1958 wurde sie herabgenommen und an ihrem jetzigen Platz am Triumphbogen angebracht. Neben ihr befindet sich eine Sanduhr, mit der dem Prediger die Länge seiner Predigt angezeigt werden soll. Die Namen der Prediger seit der Reformation sind auf einer Tafel neben der Kanzel notiert.

Gäste sind herzlich willkommen.

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