Liebe Leserinnen und Leser,

„Geh aus mein Herz und suche Freud“, „Befiehl du deine Wege“, „Nun ruhen alle Wälder“, „Die güldne Sonne“… um nur vier der rund 130 Lieder zu nennen, die einer der bekanntesten und bedeutendsten deutschen Kirchenlieddichter im Laufe seines Lebens verfasst hat: Paul Gerhardt (1607 – 1676).

Trotz der bitteren Erfahrungen des Dreißigjährigen Krieges und vor allem sehr trauriger persönlicher Schicksalsschläge spiegeln seine Lieder ein unerschütterliches Gottvertrauen wider. Sie bergen einen Schatz an Trost und Freude, welcher Generationen von Menschen tiefgreifend geprägt hat.
So heißt es zum Beispiel in einem der 27 Lieder, die wir von Paul Gerhardt in unserem Kirchengesangbuch finden:

Du meine Seele, singe,
wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge
zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben
hier preisen auf der Erd;
ich will ihn herzlich loben,
solang ich leben werd.

Seine anschauliche und gefühlvolle Sprache, mit der er Leid und Not zum Ausdruck bringen, und gleichzeitig in großer Zuversicht seinen Glauben bezeugen konnte, machten ihn schon zu Lebzeiten über die Grenzen seiner Heimat in Mitteldeutschland bekannt.
Ganz dem reformatorisch-lutherischen Glauben verpflichtet, finden sich in seiner Theologie dennoch recht untypisch für seine Zeit Bilder eines Gottes, der nicht hoheitlich, herrschaftlich regiert, sondern den Menschen nahekommt und in der Schönheit seiner Schöpfung erfahrbar ist. Am Reformationstag, dem 31. Oktober 2020, werden in einer Andacht um 18 Uhr in der Kirche zu Vilmnitz Biographisches sowie Lyrisches von Paul Gerhardt zu hören sein.

Wir freuen uns auf Sie!

Im Namen unserer drei Kirchengemeinden,
Ihre Pastorin Marie-Luise Marlow

 

Den vollständigen Gemeindebrief können Sie hier herunterladen:

Gemeindebrief Oktober 2020

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