Liebe Leserinnen und Leser,

im Juli feierten wir einen Festgottesdienst anlässlich des 770jährigen Geburtstages unserer Maria-Magdalena-Kirche zu Vilmnitz. Doch wer verbirgt sich eigentlich hinter der Namenspatronin und Schutzheiligen des ältesten Gebäudes auf unserem Putbusser Stadtgebiet?
Alle vier Evangelien berichten von ihr.
Lukas erzählt, dass, nachdem Jesus von Nazareth sie von einer Krankheit heilte, sie zu seinem engsten Jüngerkreis gehörte. Sie wird Zeugin seiner Kreuzigung und am Ostermorgen erscheint ihr vor allen anderen der auferstandene Christus.
Auf unserem Vilmnitzer Altar wird diese Begegnung nach dem Johannesevangelium erzählt: Zunächst hält Maria Magdalena den Mann, der ihr am leeren Grab begegnet, für den Gärtner. Doch als sie Christus erkennt, spricht er zu ihr: „Noli me tangere…“ – „Rühr mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater im Himmel.“

In den ersten Jahrhunderten wird das Leben der Maria Magdalena mit anderen biblischen Frauengestalten verknüpft. So wird aus ihr die Schwester von Martha und Lazarus, die Ehebrecherin, die Jesus vor der Steinigung bewahrt, und die namenlose Sünderin, die Jesu Füße mit ihren Tränen wäscht. Im Mittelalter kommen weitere Legenden hinzu und es entsteht ein schillerndes Bild, das bis heute anhält.
Die moderne Theologie versucht nun wiederum Maria Magdalenas eigentliche Bedeutung zum Vorschein zu bringen. Denn auch ohne alle Legenden ist und bleibt Maria Magdalena eine bemerkenswerte Frau, die ihre ganz eigene Geschichte im Gefolge der ersten Jünger Jesu geschrieben hat.
Gabriele Kraatz, Frauenreferentin des Erzbistums Berlin, wird
am 29. Oktober um 19 Uhr im Pfarrhaus Vilmnitz über Maria
Magdalena berichten. Herzliche Einladung!

Ihre Pastorin Marie-Luise Marlow

Den vollständigen Gemeindebrief können Sie hier herunterladen:

Gemeindebrief Oktober 2019

 

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