Anschaffung der Kirchenglocken für die Putbusser Christuskirche im Jahr 1893

Im Sommer 1890 wurde der neue Kursaal eingeweiht und mit dem Umbau des bisherigen Kursalons zur Schlosskirche begonnen. Am 5. November 1892 wurde diese neue Kirche vom Generalsuperintendenten Pötter geweiht. Ein Turm in der Form eines italienischen Campanile war angebaut worden. Bisher war zum Gottesdienst mit zwei ganz kleinen Glocken geläutet worden. Mit einer davon wurden sonst die Badegäste zum Diner gerufen. „Bald konstituierte sich ein ‚Comité‘ zur Beschaffung eines würdigen Geläutes für die Kirche, zu dem ich gehörte“, schrieb Prof. Dr. Victor Loebe in einer Festschrift zur Hundertjahrfeier der Gründung des Ortes Putbus 1910. „Durch Sammlung bekamen wir fast 2.500 Mark zusammen. Mehrfach war ich in der Glockenangelegenheit beschäftigt, am 13. Januar ist im Dörschlag‘schen Saale (eine Gastwirtschaft, die sich neben dem Engelbrechtschen Stift in der August-Bebel-Straße befand) die Anschaffung dreier Gußstahlglocken beschlossen. Briefe gingen nach Bochum und an den Fürsten.“ Loebe, langjähriges Mitglied im Kirchgemeinderat und Professor am königlichen Pädagogium in Putbus, hatte die Ankunft der Glocken in seinem Tagebuch festgehalten.

„4. Juli 1893: die Glocken sind angekommen und werden vom Bahnhof nach der Kirche gebracht, deren Turm soweit fertig ist.

12. Juli 1893: die Glocken läuteten zum ersten Male zur Probe und wurden vom Comité abgenommen.

20. August 1883: Einweihung der Glocken. Nach der Predigt die Weihrede, dann das Läuten aller drei Glocken.“

Annemarie Krohn, Urenkelin von Victor Loebe

Festveranstaltungen zum 30jährigen Jubiläum

Der Förderverein der Maria Magdalena Kirche zu Vilmnitz kann in diesem Jahr auf sein 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum wollen wir gern mit Ihnen zusammen begehen. Den Auftakt macht am Sonntag, den 25. Juli ein musikalischer Festgottesdienst. Am Donnerstag, den 29. Juli um 19.30 Uhr können Sie in der Kirche ein Konzert für Oboe und Orgel erleben und am Freitag, den 30. Juli um 18.30 Uhr sind Sie ganz herzlich in das Pfarrhaus Vilmnitz zu dem Vortrag „Familiengrab und Spezereien – Neues aus der Gruftforschung“, mit den Sepulgral-Archäologen Dres. Regina und Andreas Ströbl, eingeladen. Mit einem Glas Wein, kleinen Snacks und interessanten Gesprächen wollen wir den Abend dann zusammen ausklingen lassen. Und wenn Sie gern einmal die Fürstengruft in Vilmnitz besichtigen möchten, dann haben Sie am 30.Juli ab 17.00 Uhr unter fachkundiger Führung von Carlo Wloch dazu die Gelegenheit. Ein weiterer restaurierter Prunksarg wird dann voraussichtlich auch aus der Metallwerkstatt in Peenemünde zurück sein. Ein Besuch der Gruft lohnt sich in jedem Fall.

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