Gemeindebrief dezember 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

im letzten Jahr erstrahlte er zum ersten Mal weithin sichtbar an unserer St. Jacobs-Kirche in Kasnevitz: ein 25-zackiger Herrnhuter Stern.

Auch in diesem Jahr wird er es wieder tun: am 1. Advent um 17 Uhr wird er offiziell entzündet. Benannt ist der Stern nach der Herrnhuter Brüdergemeine, die ihren Stammsitz in der Oberlausitz hat. Anfang des 19. Jahrhunderts ließ ein Mathematiklehrer seine Schüler in den Internatsstuben der Brüdergemeinde Sterne aus Papier und Pappe basteln, um ihnen ein besseres geometrisches Verständnis zu vermitteln.

 

Seitdem bastelten die Schüler jedes Jahr am 1. Adventssonntag Sterne als Symbol für die Geburt Jesu und trugen diesen Brauch in ihre Familien.
Die Tradition der Herrnhuter Sterne war geboren!

Der Ursprung des Adventssterns liegt in einer Erzählung aus dem Matthäusevangelium. Dort lesen wir von drei Weisen aus dem Morgenland, die einem aufgehenden Stern folgen, der die Geburt eines neuen Königs ankündigt.

Als der Stern die drei Weisen jedoch nach Betlehem zu einem ärmlichen Stall führt, wird ihnen klar: der Stern möchte ihnen einen ganz anderen König zeigen, als es ein weltlicher Herrscher je sein könnte.

„Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut“ – heißt es im Text.
Der ursprünglichen wissenschaftlichen Neugier, die sie auf ihre Reise schickte, folgt tief empfundene Freude, als sie das Geheimnis des Sterns zu verstehen beginnen.

Denn er ist mehr als nur ein Wegweiser. Er selbst bringt die drei Weisen ans Ziel. Zu einem Kind, auf dessen Schultern alle Hoffnungen der Welt ruhen. Jesus Christus. Der König aller Könige. Der Sohn Gottes.

Eine besinnliche und freudige Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen Ihre Pastorin Marie-Luise Marlow

 

Neuigkeiten zu der Gedenktafel:

Nachdem wir in der letzten Ausgabe von der Gedenktafel, die seit Kurzem in der Schlosskirche hängt, berichteten, erhielten wir einige neue und weiterführende Informationen zu ihrer Herkunft und auch zu den Personen, die auf ihr erwähnt sind. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

So wissen wir nun, dass die Tafel ursprünglich in der Aula des Pädagogiums hing und es sich bei den Genannten um Schüler der Einrichtung handelte. Wahrscheinlich ist die Tafel nach 1945 entfernt und zerstört worden. Möglicherweise war es der Sohn Pastor Daerrs, der ebenfalls Schüler des Pädagogiums war, der die Trümmerteile rettete und in die Schlosskirche brachte.

Den vollständigen Gemeindebrief können Sie hier herunterladen:

Kirche-11-2018

 

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