Liebe Leserinnen und Leser,

können Sie sich noch an das Osterfest im letzten Jahr erinnern?

Ich bin damals am Ostermorgen ganz früh in die Schlosskirche gegangen, habe dort in aller Stille unsere Osterkerze angezündet und in der menschenleeren Kirche ein Lied gesungen. Es war ein besonderer Moment und so ganz anders als alles, was ich bis dahin zu Ostern erlebt habe. Auch in Vilmnitz und Kasnevitz brannten an diesem Morgen in den leeren Kirchen die Osterkerzen.
Obwohl es keine Gottesdienste und Zusammenkünfte in den Kirchen gab, so waren die Kerzen doch das Zeichen dafür, dass der Tod vor dem Leben und die Finsternis vor dem Licht weichen müssen und dies trotz oder gerade in Zeiten einer weltweiten Coronapandemie!
Die Osterkerzen erinnern uns daran, dass Christus nicht in der Finsternis des Todes blieb, sondern mit seiner Auferweckung in das Licht des Lebens ging, ja selbst zum Licht des Lebens wurde. Wenn um uns herum der Frühling dafür sorgt, dass die Natur zu neuem Leben erwacht, dann erzählen uns die Osterkerzen von einem Frühling, der uns Menschen selbst betrifft. Dieser andere Frühling sprießt und blüht in uns Menschen auf, verwandelt uns, macht uns, so sagt es der Epheserbrief, zu „Kindern des Lichts“.
Vieles in unserem Leben mag uns ängstigen und mit großen Sorgen erfüllen. Wir sehen, wie Corona seit über einem Jahr weltweit Trauer und Leid über die Menschen bringt.

Doch Ostern möchte uns sagen:
Erstarre nicht vor Angst und Sorge! Das Leben siegt. Und so werden wir auch in diesem Jahr wieder Ostern feiern wenn auch anders als gewohnt.

Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen

Ihre Pastorin Marie-Luise Marlow

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